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Dominik Sittig
REPRISE I & II

Published by Textem Verlag, Hamburg, 2012
Contributions by Hermann Gabler, Fabian Ginsberg, Hans-Jürgen Hafner, Clemens Krümmel

Wie aus der Wiege des Geschlechts gesprochen, die Frage: Schläfst du? – Und die Antwort: Ja, denn die Kunst hat und hatte nämlich nie ihre Zeit. Sie war und ist das Obsolete längst von Anbeginn, der Kindgreis, das Greisenkind, das sich am eignen steifen Schwanz verschluckt: Keine Form, die jemals sich behaupten liess, behaupten lässt … man braucht den Blick bloß drauf zu richten … es rinnt in sich zusammen … das lächerlichste Kartenhaus. Die Kunst ist die Erinnerung: Das Vakuum. Der Jüngling.

Wozu dann die Artefakte? Die Bilder? – Zur Abstoßung. Dass man sich da vor ihnen an ihnen von sich selbst abstößt, abgestoßen wird, von den Gefühlig-, den Geschmacklichkeiten, die in einem drin hängen, als wären selbst sie die Organe, und die an diesen Oberflächen sichtbar werden: als der Brei nur, der sie sind. Wir alle spielen die Kunst. Wir spielen sie, so wie man den andern etwas vorspielt, und vor allem sich selbst, und von dem man glaubt, dass mans ist. Aber in Wahrheit ist es immer: das bespritzte Antlitz der Absenz. Du trittst in die Ausstellung und riechst: Die Galerie deiner Ahnen: Rien ne va plus!

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